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SGK Landesversammlung 2007 in Mühldorf am Inn
Bundesminister Wolfgang Tiefensee zu Infrastrukturpolitik für Kommunen im ländlichen Raum

 

Bei den Themen Bahnreform, Transrapid und Bußgeldkatalog derzeit heftig im Feuer der Kritik war Bundesminister Wolfgang Tiefensee am 29. September auf Einladung der SGK Bayern nach Mühldorf gekommen um zum Thema Infrastrukturpolitik im ländlichen Raum zu reden und zu diskutieren. Mühldorf am Inn hatte die SGK Bayern zum Veranstaltungsort gewählt, um am Beispiel der Region Süd-Ost-Oberbayern die Leistungen sozialdemokratischer Kommunalpolitik auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Entwicklung herauszustellen. Bereits am Vortag hatte dazu eine Rundfahrt durch die Städte Bürghausen, Marktl, Töging und Mühldorf stattgefunden.


 

Wolfgang Tiefensee betonte in seinem Eingangsreferat die Haltung der Bundesregierung und seines Ministeriums, wonach es zu keiner Diskriminierung des ländlichen Raumes gegenüber den Ballungszentren kommen dürfe. Für ihn sei die Fläche genauso wichtig wie die Ballungszentren und er setze auf eine Politik der gleichgewichtigen Förderung beider Räume. Grundsätze der Infrastrukturpolitik seien für ihn neben der Gleichbehandlung von Stadt und Land der effiziente Einsatz der Steuermittel, ein diskriminierungsfreier Zugang zu öffentlichen Einrichtungen und Angeboten und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Leistungen.

Gigantische Herausforderungen durch Verkehrswachstum

Die Herausforderunge, die in den nächsten Jahren auf uns zu kämen, seien gigantisch, da eine Steigerung der Warenbewegungen in Europa, insbesondere in Mitteleuropa, mit bis zu 50 % bevor stehe. Die Infrastruktur müsse damit Schritt halten und das erfordere eine kluge Verkehrspolitik, die alle Verkehrsträger – Straße, Bahn, Wasserstraße und Luftverkehr – in die Lösung einbeziehe. Um die Belastungen, die durch die Verkehrssteigerung drohten, einzugrenzen, gelte es aktive wie passive Lärmschutzpolitik, aktive Maßnahmen an den Trassen wie passsive Maßnahmen zur Lärmminderung an Fahrzeugen zu fördern.

Tiefensee sprach sich schließlich für eine Bahnreform aus, die aber das Ziel der Versorgung in der Fläche sicher zu stellen, verbindlich festlegen müsse. Den örtlichen Repräsentanten des Wirtschaftsraumes Inn-Salzach, deren Vertreter Bürgermeister Hans Steindl aus Burghausen und Günther Knoblauch aus Mühldorf die Fertigstellung der A 94 und den raschen Ausbau der immer noch eingleisigen Strecke München-Mühldorf-Freilassing gefordert hatten, sagte Tiefensee zu, daß für die Autobahn in dem Maße Finanzmittel bereitgestellt würden, wie die Planung voanschreite und Baurecht bestehe und daß der Ausbau der Bahnstrecke im Rahmen des Europäischen Vorhabens unterstützt würde. Kurzfristig stünden bereits erste Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung der Strecke wie weitere Überholungsstrecken und Kreuzungspunkte an.

Unternehmenswachstum braucht Infrastrukturausbau

In der anschließenden Podiumsdiskussion stellte Dr. Willi Kleine, Werkleiter von Wacker Burghausen heraus, wie wichtig die Stärkung der Infrastruktur angesichts der etwa 2 Mrd. € umfassenden Investitionen von Wacker, ÖMV und Borealis sei. Die Unternehmen setzen auf die Region und hätten Vorleistungen erbracht, denen jetzt die Infrastruktur möglichst schnell folgen müsse. Klaus Barthel, MdB und stellvertretender Vorsitzender der OberbayernSPD verwies auf die Verantwortung der Staatsregierung für wichtige Beiträge zur Stärkung des ländlichen Raumes, angefangen bei der Stärkung des Ehrenamtes in der Fläche bis zur Förderung des Anschlusses kleinerer Gemeinden an das DSL-Netz und auf die Defizite, die es hier gegenüber anderen Bundesländern gäbe.

Im Anschluß an die Landesversammlung besuchte Bundesminister Tiefensee noch mit Mandatsträgern aus der Region den Bahnhof Mühldorf und die Autobahnanschlußstelle Mühldorf West / Ampfing  um sich einen direkten Eindruck von der Situation in der Region zu machen.

 

Resolutionen: 

Büchergeld sofort abschaffen! Der Staat muß zahlen!

NEIN zum Transrapid!

Presseschau

Video-Berichte von Mühldorf-TV:

Rundfahrt & Kommunaler Abend

Bundesminister Wolfgang Tiefensee bei der SGK-Landesversammlung

 

Vorstandstreffen SGK - LT-Fraktion

 

SPD-Landtagsfraktion und SGK Bayern

Zuversichtlich in die Wahlen 2008

 

Auf Einladung der SPD-Landtagsfraktion fand am 13.9.2007 eine gemeinsame Sitzung mit dem SGK-Landesvorstand im Maximilaneum statt. Diese, mittlerweile, wie Franz Maget sagte, bereits traditionellen Treffen dienen der Abstimmung zwischen Landes- und Kommunalpolitikern, was sechs Monate vor der Bayerischen Kommunalwahl besonders bedeutsam ist. Helga Schmitt-Bussinger, MdL, Vorsitzende des Arbeitskreises Kommunale Fragen und Innere Sicherheit der SPD-LT-Fraktion, moderierte eine umfangreiche Tagesordnung. Diese umfasste neben den Kommunalwahlen, die Zuständigkeitsänderung bei der Eingliederungshilfe und der Hilfe zur Pflege, Regionale Schulnetzplanung und Erhalt der wohnortnahen Schule, Schulfinanzierung, Ausbau der Kinderbetreuung und die Folgen für die Kommunen, Öffentlichkeit von Aufsichtsratssitzungen.

 

 

Dr. Ivo Holzinger, Landesvorsitzender der BayernSGK, dankte für die Einladung und freute sich über das zahlreiche Erscheinen der Landtagsabgeordneten zu diesem Gedankenaustausch.   mehr...

BayernSPD-Landesparteitag 2007

 

SGK Bayern auf dem Parteitag der BayernSPD:
Wir gestalten Zukunft in Bayerns Städten und Gemeinden

  

Der SGK-Stand in Erwartung der Parteitagsdelegierten (links),  als Rastplatz für ein ungestörtes Telefongespräch für Franz Maget und als "Leiharbeitsplatz" für Horst Schmidt vom BYERNFORUM der FES

Gleich mit ihren Parteitagsunterlagen erhielten alle TeilnehmerInnen einen Gruß der SGK Bayern und natürlich war auch beim Parteitag in Würzburg der Infostand der SGK Bayern wieder Anlaufstelle und Treffpunkt  mehr...

Fachkonferenz "Demographischer Wandel"

 

Fachkonferenz:
Demografischer Wandel in den Kommunen - Zukunft heute gestalten

Etwa 60 Interessenten waren der Einladung der SGK Bayern zu ihrer Fachkonferenz zum demografischen Wandel in den Kommunen gefolgt.

Nach der Begrüßung durch den SGK Vorsitzenden Dr. Ivo Holzinger und den Coburger Oberbürgermeister Norbert Kastner und zwei einführenden Referaten des 3. Bürgermeisters von Coburg, Norbert Tessmer und von Prof. Dr. Ernst Kistler enspann sich eine lebhafte Diskussion auf dem Podium,    mehr...

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