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Kommunalwahlen Schleswig-Holstein 2003


Feststellungen zu den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein am 02. März 2003

Vorbemerkungen
Es waren rund 2,25 Millionen Bürgerinnen und Bürger Wahlberechtigt. Das war die höchste Zahl der Wahlberechtigten zu einer Wahl in Schleswig-Holstein seit 1949.
Im Vergleich zu der Landtagswahl 2000 und der Bundestagswahl 2002 war die Zahl der Wahlberechtigten höher, da bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein die 16- und 17-jährigen Jugendlichen sowie die dort lebenden Staatsangehörigen der Mitgliedsländer der Europäischen Union wahlberechtigt waren. Beide Gruppen waren bereits bei der letzten Kommunalwahl wahlberechtigt. Des weiteren hatte sich die Zahl der Wahlberechtigten insgesamt um 2,5% erhöht. Die Bevölkerung des Landes hatte aufgrund von Wanderungsgewinnen zugenommen.

1. Die Wahlbeteiligung lag mit 54,4 % um 8,4 Prozentpunkte deutlich niedriger als bei den letzten Kommunalwahlen 1998 mit 62,8 %.

2. Die SPD verlor mit insgesamt 29,3 % der Wählerstimmen landesweit 13,1 Prozentpunkte. Die Zahl der für die SPD abgegebenen gültigen Stimmen hat sich von 575.505 in 1998 auf 353.686 in 2003 um rund 220.000 Stimmen verringert. Am geringsten verlor die SPD in den kreisfreien Städten Lübeck und Flensburg mit Verlusten von 8,8 und 9,4 Prozentpunkten.

3. Die CDU konnte mit 50,8 % der Wählerstimmen landesweit 11,7 Prozentpunkte zulegen. Trotz der gesunkenen Wahlbeteiligung konnte sie gegenüber 1998 einen Zuwachs der für sie abgegebenen gültigen Stimmen um mehr als 80.000 verzeichnen. Die größten Gewinne erzielte die CDU in der kreisfreien Stadt Neumünster (14,2 Prozentpunkte), der Landeshauptstadt Kiel (13,3 Prozentpunkte) sowie in dem Kreis Steinburg (13,8 Prozentpunkte).

4. Die GRÜNEN konnten mit 8,4 % der Wählerstimmen landesweit leichte Gewinne erzielen. Ihrebesten Ergebnisse erzielten sie in den kreisfreien Städten Kiel mit 14,1 % und Flensburg mit 10,7 % sowie im Kreis Pinneberg mit 11,1 % der Wählerstimmen.

5. Die FDP konnte ebenfalls mit 5,7 % der Wählerstimmen landesweit leichte Gewinne verbuchen.

6. Der SSW verlor gegenüber der Kommunalwahl von 1998 mit 2,5% der Wählerstimmen 0,3 Prozentpunkte.

7. Bei der zeitgleich verlaufenden Direktwahl zum Amt des Oberbürgermeisters in der Landeshauptstadt Kiel konnte der Kandidat der SPD, Jürgen Fenske (mit 36,4 % der Stimmen) eine Stichwahl am 16. März 2003 gegen die Kandidatin der CDU, Angelika Volquartz, (mit 49,7 % der Stimmen) erreichen.

Erfolgreich bestritt Hartmut Unterlehberg seine erneute Kandidatur zum Amt des Oberbürgermeister der Stadt Neumünster mit 54,2 % der Stimmen.

Die im Landkreis Pinneberg angetretene Kandidatin der SPD, Dr. Brigitte Fronzek, Bürgermeisterin der Stadt Elmshorn, konnte im ersten Wahlgang das beste Ergebnis mit 43,3 % erreichen. Die Stichwahl gegen Dr. Wolfgang Grimme (Parteilos) erfolgt am 30. März 2003.

Gesamtergebnis der Gemeindewahlen in kreisfreien Städten und der Kreiswahlen im Vergleich zu den Gemeinde- und Kreiswahlen 1998, der Landtagswahl 2000 und der Bundestagswahl 2002 (Innenministerium des Landes Schleswig Holstein: Statistisches Landesamt)

Gemeindewahl in den kreisfreien Städten und Kreiswahl in den Kreisen (Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein: Statistisches Landesamt)

Kommunalwahl in Schleswig-Holstein am 2. März 2003 - Vorläufiges Ergebnis (Ausführlicher Bericht des Statistischen Landesamtes Schleswig-Holstein - pdf-Datei 413 kByte)

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