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Kommunalwahlen Sachsen 2004


Feststellungen zu den Kommunalwahlen in Sachsen
am 13. Juni 2004

1. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kommunalwahlen 2004 bei 46,1 %. Bei den Kommunalwahlen 1999 betrug sie noch 53,8 %. Dieses bedeutet einen Rückgang um 7,7 Prozentpunkte.

2. Die SPD erhielt 13,6 % der gültigen Wählerstimmen und verlor damit 5,1 Prozentpunkte (1999: 18,7 %). Die SPD verlor in allen 22 Landkreisen. Die Höhe der Verluste fiel unterschiedlich stark aus und bewegte sich zwischen -1,2 und -12,1 Prozentpunkten. Auch in den kreisfreien Städten hat die SPD verloren. Lediglich in Leipzig konnte die SPD 0,7 Prozentpunkte hinzugewinnen. Demgegenüber verlor sie in Zwickau und Chemnitz über 10 Prozentpunkte.

3. Die CDU erhielt 38,4 % der gültigen Wählerstimmen. Gegenüber 1999 (44,5 %) verlor sie von allen Parteien mit 6,1 Prozentpunkten am stärksten. Die CDU verlor in allen kreisfreien Städten deutlich; in Zwickau mit -11,4 Prozentpunkten und in Dresden sogar mit -14,6 Prozentpunkten. Auch in den meisten Landkreisen musste die CDU zum Teil hohe Verluste hinnehmen. Nur in einzelnen Landkreisen konnte sie leichte Gewinne verzeichnen.

4. Die PDS erhielt 21,6 % der gültigen Wählerstimmen; dies sind 2,4 Prozentpunkte mehr als bei der Kommunalwahl 1999 (19,2 %). Hinsichtlich der Zahl der für die PDS landesweit abgegebenen gültigen Stimmen musste auch sie Verluste hinnehmen. Sie erzielte mit Ausnahme der kreisfreien Städte Hoyerswerda und Dresden in allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen prozentuale Gewinne unterschiedlicher Höhe.

5. Die Partei Bündnis 90/ Die Grünen erhielt 5,2 % der gültigen Wählerstimmen und konnte damit um 1,5 Prozentpunkte gegenüber der letzten Kommunalwahl zulegen (1999: 3,7 %). Sie konnte in acht von zweiundzwanzig Landkreisen leichte Gewinne erreichen. In den kreisfreien Städten gewannen sie in Dresden 6,3 Prozentpunkte hinzu, während sie in Görlitz, Plauen und Zwickau leichte Verluste hinnehmen mussten.

6. Die FDP erreichte 7,2 % der gültigen Wählerstimmen und gewann damit 2,0 Prozentpunkte hinzu (1999: 5,2 %). Sie konnte in allen kreisfreien Städten und fast allen Landkreisen Gewinne erreichen.

7. Die Ergebnisse der Republikaner und der NPD sind dort, wo sie angetreten sind, uneinheitlich. Sie erreichten landesweit 1,5 % (1999: 1,2 %). In den meisten Städten und Landkreisen spielen sie keine Rolle. Allerdings konnten die Republikaner in Chemnitz 10,3 % der gültigen Wählerstimmen erreichen und erhielten damit 5 Sitze im Stadtrat. Die NPD konnte in den Landkreisen Sächsische Schweiz (9,1 %), Muldentalkreis (5,8 %), Meißen (5,1 %) und Freiberg (3,0 %) mit mehreren Sitzen in den Kreistag einziehen.

8. Die Wählervereinigungen und Sonstigen erreichten insgesamt 14,0 %, das bedeutet einen Zuwachs um 5,3 Prozentpunkte gegenüber den Kommunalwahlen 1999 (8,7 %). Freie Wählergruppen konnten zum Teil in den kreisfreien Städten (Hoyerswerda „FW StadtZukunft" mit 18,2 %, Zwickau „AGZ" mit 17,3 %) und in einigen Landkreisen (Aue-Schwarzenberg 12,3 %, Bautzen 12,1, Niederschlesische Oberlausitzkreis 12,3 %, Stollberg 14,9 %, Torgau-Oschatz 10,7 %, Weißeritzkreis 14,5 %) zweistellige Ergebnisse erzielen. Landesweit erreichten sie 10,1 % gegenüber 6,1 % in 1999. Mit 2,5 % der gültigen Wählerstimmen spielt die DSU in Sachsen landesweit keine bedeutende Rolle, ist aber in den meisten Stadträten und Kreistagen vertreten.

Wahlberichterstattung der Bundes-SGK [PDF-Datei 189 KB]
I. Feststellungen
II. Gesamtergebnis der Gemeinderatswahlen in kreisfreien Städten und der Kreistagswahlen 2004 im Vergleich zu 1999, der Landtagswahl 1999 und der Bundestagswahl 2002
III. Ergebnisse in den kreisfreien Städten
IV. Ergebnisse in den Landkreisen
V. Kreisfreie Städte, geordnet nach Höhe der Gewinne und Verluste für die SPD
VI. Landkreise, geordnet nach Höhe der Gewinne und Verluste für die SPD

Link zum Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen

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