Feststellungen zu den Kommunalwahlen in
Baden-Württemberg am 13. Juni 2004
1. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kreistagswahlen im Jahr 2004 bei 52,8 %, bei den Gemeinde-ratswahlen bei 52,0 %. Dies ist gegenüber den Kreistagswahlen 1999 (54,1 %) ein Rückgang um 1,3 Prozentpunkte. Bei den Gemeinderatswahlen sank die Wahlbeteiligung gegenüber 1999 (53,0 %) um einen Prozentpunkt.
2. Die SPD erzielte bei den Kreistagswahlen 2004 landesweit einen Stimmenanteil von 18,7 % und verlor damit 2,3 Prozentpunkte gegenüber 1999 (21,0 %). Bei den Gemeinderatswahlen 2004 erzielte die SPD 18,2 % und verlor damit 1,6 Prozentpunkte gegenüber 1999 (19,8 %). Die SPD musste in den Stadtkreisen Verluste zwischen -0,4 Prozentpunkten in Baden-Baden und -4,5 Prozentpunkten in Ulm hinnehmen. In den Landkreisen Biberach und Lörrach konnte die SPD mit 0,2 und 0,1 Prozentpunkten ihr Ergebnis gegenüber 1999 leicht verbessern. In den übrigen Landkreisen hatte sie Verluste, am höchsten im Landkreis Rastatt mit -5,7 Prozentpunkten.
3. Die CDU erzielte bei den Kreistagswahlen 2004 landesweit 38,7 % und verlor damit 1,7 Prozentpunkte gegenüber 1999 (40,4 %). Bei den Gemeinderatswahlen erzielte die CDU 32,4 % und verlor damit gegenüber 1999 (34,0 %) um 1,6 Prozentpunkte. Die CDU verlor in allen Stadtkreisen deutlich und hatte nur in Ulm und in Heilbronn geringere Verluste als die SPD. In Mannheim büßte sie 7,4 Prozentpunkte ein. Die CDU verlor auch in fast allen Landkreisen, am höchsten mit -6,2 Prozentpunkte im Landkreis Reutlingen. Eine Ausnahme stellt der Landkreis Sigmaringen mit einem Gewinn von 6,3 Prozentpunkten gegenüber 1999 dar.
4. Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN konnte bei den Kreistagswahlen um 2,2 Prozentpunkte zulegen und erreichte 9,5 % (1999: 7,3 %). Bei den Gemeinderatswahlen 2004 erzielte sie 6,6 % und gewann damit gegenüber 1999 (3,9 %) 2,7 Prozentpunkte hinzu. In den Stadtkreisen konnte sie zum Teil beachtliche Erfolge mit einem Zuwachs von mehr als 5 Prozentpunkten erzielen. In den Landkreisen konnte sie ebenfalls durchgängig Erfolge verzeichnen, die mit +4,8 Prozentpunkten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald am höchsten ausfielen.
5. Die FDP erreichte bei den Kreistagswahlen 5,4 % gegenüber 3,9 % im Jahr 1999. Bei den Gemeinderatswahlen erzielte sie 3,2 % gegenüber 2,3 % im Jahre 1999. Die FDP verzeichnete in den Stadtkreisen unterschiedliche Ergebnisse (zwischen +3,8 Prozentpunkten in Baden-Baden und -3,0 Prozentpunkten in Stuttgart). In den Landkreisen konnte die FDP mit wenigen Ausnahmen Gewinne verzeichnen.
6. Die Wählervereinigungen erreichten bei den Kreistagswahlen 2004 einen Stimmenanteil von 23,8 %; dies ist ein Zuwachs von einem Prozentpunkt (1999: 22,8 %). Bei den Gemeinderats-wahlen 2004 erreichten sie 34,3 % gegenüber 33,7 % im Jahr 1999. Wählervereinigungen sind in fast allen Gemeinderäten und Kreistagen vertreten.
7. Die Sonstigen und Gemeinsame Wahlvorschläge von Parteien und Wählervereinigungen erhielten bei den Kreistagswahlen 2004 genauso wie 1999 einen Stimmenanteil von 3,8 %. Bei den Gemeinderatswahlen 2004 konnten sie 5,2 % gegenüber 6,3 % in 1999 erzielen.
8. Bei der Wahl der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart verlor die SPD 2,7 Prozentpunkte und erreichte 20,9 %. Die CDU verlor um 3,7 Prozentpunkte und erreichte 38,6 %. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gewann 2,9 Prozentpunkte und erhielt 12,8 % der Stimmen. Die Wählervereinigungen konnten 14,0 % der Stimmen gegenüber 12,2 % im Jahr 1999 für sich gewinnen.
Wahlberichterstattung der Bundes-SGK [PDF-Datei 488 KB]
I. Feststellungen
II. Gesamtergebnis der Kreistags- und Gemeinderatswahlen 2004 im Vergleich zu 1999, der Landtagswahl 2001 und der Bundestagswahl 2002
III. Ergebnisse in den Stadtkreisen
IV. Ergebnisse in den Landkreisen
V. Stadtkreise, geordnet nach Höhe der Gewinne und Verluste für die SPD
VI. Landkreise, geordnet nach Höhe der Gewinne und Verluste für die SPD
VII. Ergebnis der Wahl der Regionalversammlung des Verbandes Region Stuttgart