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Kommunalwahlen Hessen 2006

Feststellungen zu den Kommunalwahlen in Hessen
am 26. März 2006

1. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kommunalwahlen im Jahr 2006 bei 45,8 %. Dies ist gegenüber den Kommunalwahlen 2001 (52,9 %) ein Rückgang um 7,1 Prozentpunkte.

2. Die SPD erzielte bei den Kommunalwahlen 2006 einen Stimmenanteil von 34,7 % und verlor damit 3,8 Prozentpunkte gegenüber 2001 (38,5 %). Bei den Gemeindewahlen 2006 erzielte die SPD 34,9 % und verlor damit 3,2 Prozentpunkte gegenüber 2001 (38,1 %). Die SPD konnte bei den Städten über 50.000 Einwohnern nur in Kassel einen Gewinn (+3,8 Prozentpunkte) erzielen; die höchsten Verluste hatte sie in Offenbach/M. (-7,3 Prozentpunkte). In den Landkreisen konnte die SPD keine Gewinne verzeichnen; die höchsten Verluste hatte die SPD im Landkreis Darmstadt-Dieburg (-5,2 Prozentpunkte). Insgesamt hat die SPD hessenweit 577 Mandate verloren. (Aufgrund von Verkleinerungen der Vertretungskörperschaften gab es hessenweit insgesamt 340 Mandate weniger.)

3. Die CDU erzielte bei den Kommunalwahlen 2006 38,5 %; dies ist ein Gewinn von 0,4 Prozentpunkten gegenüber 2001 (38,1 %). Bei den Gemeindewahlen erzielte die CDU 37,0 % und konnte damit gegenüber 2001 (37,1 %) um 0,1 Prozentpunkt zulegen. Die CDU konnte in fast allen Landkreisen und in drei Städten Gewinne erzielen; die höchsten in der Stadt Bad Homburg (+3,9 Prozentpunkte) und im Hochtaunus-Kreis (+3,6 Prozentpunkte). Die höchsten Verluste musste sie in Kassel (-6,3 Prozentpunkte) und im Wetteraukreis (-1,0 Prozentpunkte) hinnehmen. Die CDU verlor hessenweit 40 Mandate.

4. Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gewann bei den Kommunalwahlen 0,1 Prozentpunkte und erreichte 9,2 % (2001: 9,1 %). Bei den Gemeindewahlen erzielte sie 7,2 % und gewann damit gegenüber 2001 (6,9 %) 0,3 Prozentpunkte. Mit Ausnahme der Städte Kassel, Bad Homburg, Darmstadt und Hanau und in zehn Landkreisen haben sie in den Städten und Landkreisen leichte Gewinne erzielt. Die höchsten Gewinne erzielten sie in Gießen (+3,1 Prozentpunkte) und im Landkreis Bergstraße (+0,7 Prozentpunkte). Sie konnten die Zahl ihrer Mandate stabilisieren.

5. Die FDP erreichte bei den Kommunalwahlen 5,8 % gegenüber 5,2 % im Jahr 2001. Bei den Gemeindewahlen erzielte sie 5,1 % gegenüber 4,4 % im Jahre 2001. Die FDP konnte mit wenigen Ausnahmen in allen Städten und Landkreisen Gewinne verzeichnen. Der höchste Gewinn konnte in Hanau (+7,0 Prozentpunkte) und im Main-Kinzig-Kreis (+2,2 Prozentpunkte) erzielt werden. Sie hat hessenweit Mandate hinzugewonnen.

6. Die Linkspartei und die WASG erreichten bei der Kommunalwahl 2006 zusammen 1,2 % der Stimmen (2001 erhielt die PDS 0,4 % der Stimmen). Die Linkspartei, die WASG oder von ihnen dominierte offene „Linke Listen" sind in allen Stadtverordnetenversammlungen (Ausnahme Wetzlar) und Kreistagen vertreten und konnten durchweg einen Stimmenzuwachs verzeichnen. Bei den Gemeindewahlen erreichten sie 0,4 % der Stimmen (2001: 0,3 % der Stimmen).

7. Die Republikaner erreichten bei den Kommunalwahlen 2006 einen Stimmenanteil von 1,5 % (2,5 % in 2001). Bei den Gemeindewahlen konnten sie 2006 einen Stimmenanteil von 0,6 % gegenüber 0,9 % im Jahr 2001 erzielen. Sie verloren hessenweit fast die Hälfte der 2001 errungenen Mandate.

8. Die Wählervereinigungen erreichten bei den Kommunalwahlen 2006 einen Stimmenanteil von 8,6 %; dies ist eine Zunahme von 2,8 Prozentpunkten (2001: 5,8 %). Bei den Gemeindewahlen 2006 erreichten sie 14,6 % gegenüber 12,1 % im Jahr 2001. Sie sind in fast allen Städten und in allen Landkreisen vertreten.

9. Die Sonstigen erhielten bei den Kommunalwahlen 2006 einen Stimmenanteil von 0,5 % gegenüber 0,3 % in 2001.

Wahlberichterstattung der Bundes-SGK
[PDF-Datei 204 KB]

Link zum Hessischen Statistischen Landesamt - Statistik Hessen

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