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Kommunalwahlen Niedersachsen 2006


1. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kommunalwahlen im Jahr 2006 bei 51,8 %. Dies ist gegenüber der Wahl 2001 (56,2 %) ein deutlicher Rückgang um 4,4 Prozentpunkte.

2. Die SPD erzielte 36,6 % der Stimmen und verlor 2,0 Prozentpunkte gegenüber 2001 mit 38,6 %. Die Ergebnisse in den kreisfreien Städten und Landkreisen fielen unterschiedlich aus. Die SPD konnte in Emden (+14,6 Prozentpunkte), in Delmenhorst (+2,7 Prozentpunkte) und Osnabrück (+2,9 Prozentpunkte) verloren gegangenes Terrain wieder gut machen. In den übrigen Städten musste sie Verluste hinnehmen, die in Oldenburg, Wilhelmshaven und Braunschweig über 7 Prozentpunkte betrugen. Die Gewinne und Verluste der SPD in den Landkreisen fielen weniger deutlich aus. In acht Landkreisen konnte der Stimmenanteil mit bis zu einem Prozentpunkt leicht verbessert werden. In den übrigen Landkreisen waren Verluste bis zu 4,7 Prozentpunkte zu beobachten. Bei den zeitgleich stattgefundenen Direktwahlen zum Amt des Oberbürgermeisters und des Landrats, die in 13 Städten und 20 Landkreisen stattfanden, konnten zum Teil hervorragende Erfolge erzielt werden. In Hannover gewann der Kandidat der SPD, Stephan Weil, mit 52,3 % der Stimmen im ersten Wahlgang. In Lüneburg konnte der derzeitige Amtsinhaber, Ulrich Mädge, auf Anhieb 61,3 % der Stimmen erzielen. Bei den Landratswahlen wurden alle wieder angetretenen Amtsinhaber der SPD im ersten Wahlgang wiedergewählt. Darüber hinaus sind die SPD-Kandidaten in acht Stichwahlen zum Amt des Oberbürgermeisters und drei Stichwahlen zum Amt des Landrates mit zumeist guten Ausgangspositionen vertreten. Auch bei der Wahl zum Regionspräsidenten der Region Hannover konnte der SPD-Kandidat, Hauke Jagau, das beste Ergebnis mit 46,6 % der Stimmen im ersten Wahlgang erzielen. Die Stichwahlen finden am 24. September statt.

3. Die CDU erzielte 41,3 %; dies ist ein Verlust von 1,3 Prozentpunkten gegenüber der Kommunalwahl im Jahr 2001 (42,6 %). Die Ergebnisse der CDU sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Außer in Braunschweig verlor sie in allen kreisfreien Städten bis zu 9,2 Prozentpunkte, z.B. in Delmenhorst. Auch in den Landkreisen musste die CDU fast durchweg Verluste hinnehmen, in den Landkreisen Uelzen, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg zwischen vier und fünf Prozentpunkten. Bei zwei Oberbürgermeisterwahlen und sieben Wahlen zum Amt des Landrates konnten die CDU-Kandidaten sich im ersten Wahlgang durchsetzen.


4. Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN konnte landesweit um 1,1 Prozentpunkte zulegen und erreichte 7,8 % der Stimmen (2001: 6,7 %). Sie hat fast durchgängig in allen kreisfreien Städten und Kreisen Gewinne verbuchen können.

5. Die FDP erreichte 6,7 % der Stimmen und verbesserte ihr Ergebnis aus dem Jahr 2001 um 0,5 Prozentpunkte. Sie konnte fast durchgängig bei den Wahlen in den kreisfreien Städten und Landkreisen geringfügig zulegen. Hervorzuheben ist das Ergebnisse in Emden (- 9,2 Prozentpunkte).

6. Die Republikaner und andere rechte Parteien spielten bei dieser Kommunalwahl keine Rolle. Sie ereichten insgesamt 0,2 %. In einzelnen Vertretungskörperschaften konnte die NPD – ebenfalls mit 0,2 % der Stimmen landesweit – allerdings einen Sitz erreichen.

7. Die Wählergruppen erreichten insgesamt 6,1 % der Stimmen und konnten gegenüber 2001 mit 1,6 Prozentpunkten zulegen. In einzelnen Städten und Landkreisen haben sie eine erhebliche Bedeutung.

8. Die Linkspartei. konnte mit 0,8 % der Stimmen landesweit keine Bedeutung erlangen. Sie erhielt einige wenige Sitze in den Vertretungskörperschaften der Städte und einiger Landkreise.

9. Weitere Sonstige Parteien blieben unterhalb eines Stimmenanteils von 0,2 %.


Wahlberichterstattung der Bundes-SGK
[PDF-Datei 119 KB]

Link zum Niedersächsischen Landesamt für Statistik

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