Vorwort:
Jedem Kind wird durch Gesetz ein Platz im Kindergarten garantiert.
Sobald das Kind dann zur Schule geht, gibt es in Nordrhein-Westfalen die gesicherte Halbtagsgrundschule. Gesicherte Ganztagsbetreuung ist danach nur noch im Hort möglich. Dafür stehen aber nicht nur zu wenig Plätze zur Verfügung, sondern dies ist auch die weitaus teuerste aller denkbaren Lösungen. In unseren europäischen Nachbarländern besteht dieses Problem in der Regel nicht, da sie die Ganztagsschule als Regelform kennen, während dies bei uns - trotz der steigenden Zahl von Gesamtschulen - immer noch die Ausnahme ist. Das Gebot der Stunde ist daher eine bessere Nutzung vorhandener Ressourcen - nicht nur unter dem Aspekt kommunaler Finanznöte. Vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen, heißt aber auch, die starre institutionelle Trennung zwischen den Bereichen Schule, Jugendhilfe und Sport zu überwinden.
Der Landesvorstand der SGK Nordrhein-Westfalen hat aus diesem Grund eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die auf breiter Basis Möglichkeiten zu einer besseren Zusammenarbeit dieser Bereiche und damit zu einer Ausschöpfung vorhandener Ressourcen untersuchen sollte.
Die Arbeitsgruppe legt hiermit ihr Ergebnis vor. Wer eine Ideallösung erwartet hatte, muß enttäuscht sein: Die gibt es nicht. Die unterschiedlichen Bedingungen vor Ort erfordern die verschiedensten Lösungsansätze. Für alle gilt jedoch, es müssen engagierte Personen vor Ort vorhanden sein, kommunale oder öffentliche Träger bereit sein, neue Wege zu gehen. Der vorliegende Bericht hat deshalb auch bewußt Beispiele und Ansprechpartner aufgenommen, um Anregungen zu geben und zu zeigen, was bewegt werden kann, wenn Engagement da ist.
Allen, die in der Arbeitsgruppe so intensiv mitgearbeitet haben, sei noch einmal im Namen der SGK recht herzlich Dank gesagt.
Claus Haase
Stellvertretender Landesvorsitzender der SGK Nordrhein-Westfalen
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