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"Jupp" Krings - Sozialdemokratisches Urgestein
Josef Krings, Oberbürgermeister in Duisburg von 1975-1997 bekam anlässlich des DEMO-Kongresses „Kommunalpolitik besser machen“ am 29. November 2007 in Berlin einen „Kommunal-Fuchs“ für sein Lebenswerk verliehen.
Wir dokumentieren Auszüge aus der Laudatio, die SGK-NRW-Vorsitzender Frank Baranowski, Oberbürgermeister in Gelsenkirchen für ihn gehalten hat:
„Lieber Jupp,
liebe Genossinnen und Genossen,
sehr geehrte Damen und Herren,
beim Abschied von Franz Müntefering gab es Kommentare mit dem Tenor: „Ein sozialdemokratisches Urgestein geht“. Heute würdigen wir einen erfahrenen Kommunalfuchs für sein politisches Lebenswerk, der in die Partei eintrat, als Franz Müntefering noch braver Messdiener war: 1957. Vor fünfzig Jahren, als die Adenauer-Republik tief schwarz war, trat Josef Krings, der nun den Ehrenpreis 2007 erhält, in die SPD ein!
... aus Josef Krings, der sich um alles kümmerte, dem die Probleme seiner Bürger keine Ruhe ließen, wurde langsam „Jupp“, der legendäre „Ruhrpott-Bürgermeister.“ Spätestens 1987/88, als er den Duisburger Stahlarbeitern bei ihrem 162-Tage dauernden Streik gegen die Schließung des Werkes in Rheinhausen zur Seite stand. Als der vorbei war, führte er hartnäckige Verhandlungen, um mit Hilfe von Land und Bund neue Arbeitsplätze in die Stadt zu holen. Jupp Krings konnte die Strukturprobleme der Stadt nicht alle lösen, aber er hat sich mit allen Kräften für eine Lösung eingesetzt – und da war ihm kein Weg zu lang. „Jupp“, Du bist ein „Kümmerer“ im besten Sinn des Wortes – und viele in Deiner Stadt haben das nicht vergessen, obwohl Du bereits seit zehn Jahren nicht mehr im Amt bist.
.... Lieber „Jupp“, zehn Jahre nach Deinem Abschied als OB, im 50. Jahr als Genosse, überreiche ich Dir den „Ehrenpreis“ für ein kommunalpolitisches Lebenswerk. Mit dieser Ehrung verbinde ich ein herzliches „Danke“ für all das, was Du für die Menschen in Deiner Stadt, im Ruhrgebiet, für die Sozialdemokratische und für die Kommunalpolitik in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit getan hast. Das alles können wir nicht hoch genug einschätzen – und letztlich bauen wir ja darauf heute alle auf!
Jupp, viele Dank und ein herzliches: Glück auf!“
Die vollständige Rede gibt es auf Anfrage über info@sgk-nrw.de
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