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„Kommunale Wirtschaftsförderung" war das Thema der 3. Deutsch-Polnischen Kommunalpolitischen Fachkonferenz, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit Unterstützung der Bundes-SGK am 28./29. September 2007 in Wolgast durchgeführt wurde. An der Fachkonferenz, die von der Erich-Brost-Stiftung gefördert wurde, nahmen rund 30 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker und Experten aus Polen und Deutschland teil. Jürgen Kanehl (Foto), Bürgermeister von Wolgast und stellv. Vorsitzender der Bundes-SGK, betonte in seiner Begrüßung, dass die Deutsch-Polnischen-Kommunalpolitischen Fachkonferenzen der FES eine hervorragende Möglichkeit für den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus beiden Ländern darstellten.
Nach Einführungen in den Themenkomplex von Jens Lattmann, Beigeordneter des Deutschen Städtetages, und Tomasz Grosse vom Institut für öffentliche Angelegenheiten in Warschau, die auch die Rahmenbedingungen für kommunale Wirtschaftpolitik in Deutschland und Polen aufzeigten, folgten Vorstellungen von Strategien und Instrumenten kommunaler Wirtschaftsförderung anhand von Beispielen aus den Städten Zielona Gora, Bramsche und Gliwice. Der Bürgermeister von Bytom, Piotr Koj, und der Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung, Udo Mager, zeigten in ihren Beiträgen die Herausforderungen und Chancen für kommunale Wirtschaftsförderung in Städten auf, die sich im Strukturwandel befinden.
Die Referenten unterstrichen die Notwendigkeit der Bündelung, Vernetzung und Koordinierung aller lokalen und regionalen Ressourcen und Innovationspotentiale, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und die Schaffung neuer Jobs zu befördern. Zu den Strategien kommunaler Wirtschaftsförderung, die in den Beiträgen vorgestellt wurden, zählten die Akquisition von Investitionen und Neuansiedlungen, die Standortwerbung, die Entwicklung regionaler Netzwerke, Wirtschaftsförderung als Dienstleister für Unternehmen (One-Stop-Agency), innovationsorientierte Wirtschaftsförderung sowie Technologietransfer und Existenzgründungen. Als vordringlichste Aufgabe kommunaler Wirtschaftsförderung wurde einmütig die Bestandspflege ansässiger Betriebe angesehen. Zum Abschluss der Konferenz informierte Martin Dastig von der Investitionsbank Berlin darüber, wie europäische Fördergelder für die kommunale und regionale Wirtschaftsförderung eingesetzt werden können und Gisela Kretschmer, stellv. Bürgermeisterin von Wolgast, präsentierte die Tourismusförderung der Stadt Wolgast.
Bei der Besichtigung des Wolgaster Existenzgründerzentrums und eines Wirtschaftsförderungsprojekts im Dorf Klein Jasedow konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick über Möglichkeiten und Problemstellungen der Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum gewinnen. Die Konferenzreihe, die mit Veranstaltungen 2003 in Rostock und 2005 in Warschau startete, soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.
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