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1. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kommunalwahlen im Jahr 2008 bei 59,5 %. Dies ist gegenüber der Wahl 2002 (63,2 %) ein Rückgang um 3,7 Prozentpunkte. Bei den Wahlen der Stadträte in den kreisfreien Städten lag die Wahlbeteiligung deutlich niedriger bei 48,4 Prozentpunkten, während sie bei der Wahl zu den Kreistagen bei 63,8 Prozentpunkten lag.
2. Die SPD erzielte 22,6 % der Wählerstimmen bei den Wahlen der Stadträte in den kreisfreien Städten und den Kreistagen in den Landkreisen. Sie liegt damit um 2,5 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2002 (25,2 %). Die Ergebnisse fielen in den einzelnen Städten und Landkreisen sehr unterschiedlich aus. In den kreisfreien Städten erreichte die SPD insgesamt einen Stimmenanteil von 33,7 % und liegt damit vor der CSU (33,2% in den kreisfreien Städten). In den Landkreisen sank der Stimmenanteil von 22,1 % auf 19,2 % (zum Vergleich: CSU 42,1 % 2008; 46,8 % 2002). Besonders gute Wahlergebnisse erzielte die SPD in den kreisfreien Städten Weiden i.d. Oberpfalz (+ 11,9 Prozentpunkte), Fürth (+ 7,8 Prozentpunkte), Nürnberg (+3,7 Prozentpunkte) und Bamberg (+2,4 Prozentpunkte). Demgegenüber mussten in den übrigen Städten Verluste zwischen 0,6 bis zu 8,0 Prozentpunkten von der SPD hingenommen werden. Mit Ausnahme von vier Landkreisen musste die SPD in allen weiteren Landkreisen bei der Wahl zu den Kreistagen Verluste von 0,4 bis zu 7,4 Prozentpunkten hinnehmen.
3. Die CSU erzielte 40,0 % der Wählerstimmen und verlor damit gegenüber 2002 deutlich 5,5 Prozentpunkte. Die Ergebnisse der CSU sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Die CSU verlor insbesondere in den kreisfreien Städten -7,9 Prozentpunkte. Bei der Wahl der Kreistage in den Landkreisen verlor sie 4,9 Prozentpunkte. Besonders schlecht schnitt die CSU in den kreisfreien Städten Weiden i.d. Oberpfalz, Fürth, Nürnberg, Coburg, Landshut und Regensburg ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich in einigen Städten Abspaltungen der CSU mit eigenen Listen zur Wahl gestellt haben. Nur in Schwabach und Kaufbeuren konnte sie leichte Zugewinne verzeichnen. In den Landkreisen musste die CSU mit Ausnahme der Landkreise Hof und Kulmbach durchgängig Verluste in der Spitze mit 13,9 Prozentpunkten hinnehmen.
4. Die GRÜNEN gewannen gegenüber 2002 insgesamt 2,5 Prozentpunkte und erreichten landesweit 8,2 % der Stimmen. 3,0 Prozentpunkte gewannen sie in den kreisfreien Städten und 2,3 Prozent-punkte in den Landkreisen.
5. Die FDP konnte insgesamt ihren geringen Stimmenanteil von 2,0 % im Jahr 2002 um 1,8 Prozentpunkte auf 3,8 % der Wählerstimmen verbessern.
6. Die Republikaner spielten auch bei dieser Kommunalwahl keine Rolle. Sie büßten gegenüber 2002 0,1 Prozentpunkte ein und erreichten lediglich 1,0 % der Stimmen.
7. Die Linke erreichte gegenüber der PDS/WASG im Jahr 2002 (0,2 % der Wählerstimmen) ein Gesamtergebnis von 0,7 % der Wählerstimmen. In den kreisfreien Städten erreichte sie bei der Wahl zu den Stadträten 2,4 % der Stimmen, den höchsten Stimmengewinn in Schwerinfurt mit 8,6 %.
8. Freie Wählergruppen und -vereinigungen spielen in Bayern traditionell eine wichtige Rolle. Sie konnten landesweit insgesamt 19,0 % der Stimmen gewinnen und legten gegenüber 2002 noch einmal um 3,4 Prozentpunkte zu. Weitere 2,5 % der Stimmen entfielen auf gemeinsame Wahlvorschläge.
9. Sonstige Parteien erhielten insgesamt 2,2 % der Stimmen. Davon erhielt die ödp 1,8 % der Stimmen.
Bericht der Bundes-SGK
über die Kommunalwahlen in Bayern am 02. März 2008
[PDF-Datei 119 KB]
Link zum Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
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