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Kommunalwahlen Schleswig-Holstein 2008


1. Die Wahlbeteiligung lag mit 49,5 % um 5,0 Prozentpunkte niedriger als bei den letzten Kommunalwahlen 2003 mit 54,5 %.

2. Die SPD verlor mit insgesamt 26,6 % der Wählerstimmen landesweit 2,8 Prozentpunkte. Die Zahl der für die SPD abgegebenen gültigen Stimmen hat sich von 354.250 in 2003 auf 296.764 in 2008 um knapp 50.000 Stimmen verringert. Die SPD musste landesweit in den kreisfreien Städten und Kreisen Verluste zwischen 1,0 im Kreis Rendsburg-Eckernförde und 9,0 Prozentpunkten in Flensburg (hier gewann eine neue Wählergruppe auf Anhieb 22,3 % der Wählerstimmen) hinnehmen.

3. Die CDU verlor mit insgesamt 38,6 % der Wählerstimmen landesweit 12,2 Prozentpunkte. Die größten Verluste erzielte die CDU in der kreisfreien Stadt Lübeck mit 24,5 Prozentpunkten sowie in den Kreisen Segeberg (- 12,8 Prozentpunkte) und Ostholstein
(- 12,4 Prozentpunkte). Das beste Ergebnis erzielte die CDU mit einem Verlust von 7,4 Prozentpunkten im Kreis Nordfriesland.

4. Die GRÜNEN konnten mit 10,3 % der Wählerstimmen landesweit leichte Gewinne erzielen. Ihr bestes Ergebnis erzielten sie in der kreisfreien Stadt Kiel mit 16,6 % der Wählerstimmen. In den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg und Stormarn erreichten sie zweistellige Stimmenanteile.

5. Die FDP konnte mit 9,0 % der Wählerstimmen landesweit deutliche Gewinne verbuchen.

6. Der SSW konnte gegenüber der Kommunalwahl von 2003 mit 3,0 % der Wählerstimmen
0,5 Prozentpunkte zulegen.

7. Die LINKE konnte in alle Vertretungskörperschaften in den kreisfreien Städten und Kreisen einziehen. Sie gewann insgesamt 6,9 % der Wählerstimmen. Im Wahljahr 2003 erreichte die PDS lediglich 0,2 % der Wählerstimmen. Das beste Ergebnis erzielte sie in Neumünster mit 13,2 % der Stimmen. In den Kreisen gewannen sie zwischen 4,0 und 7,4 Prozentpunkte hinzu.

8. Die NPD konnte nur in Kiel und im Kreis Herzogtum Lauenburg in die Vertretungskörperschaften einziehen. Sie erhielt landesweit 0,4 % der Wählerstimmen.

9. Auf die Sonstigen sind insgesamt 5,2 % der Wählerstimmen entfallen. Dieses bedeutet einen Zuwachs um 2,1 Prozentpunkte. Hervorzuheben sind die Erfolge einzelner Wählergruppen in den kreisfreien Städten Flensburg (+22,3 Prozentpunkte) und Lübeck (+12,7 Prozentpunkte).

Bericht der Bundes-SGK
über die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein am 25. Mai 2008

[PDF-Datei 77 KB]

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